Die Württembergerin Anna von Harnier verband Leistungssport und schulische Ausbildung auf beinahe ideale Weise: Ihre Begeisterung für den Judosport veranlasste sie zu einem Studium der Japanologie, zu dem sie die Grundlagen bei einem gut einjährigen Trainingsaufenthalt in Japan, den sie als erste Deutsche überhaupt durchzog, legte. Danach stieg sie 2003 zur WM-Dritten im Leichtgewicht (bis 63 kg) auf. Bundestrainer Norbert Littkopf fand schon vorher: "Anna war ein Volltreffer" (SZ, 17.5.2002). Sie habe sich in Japan "deutlich weiterentwickelt". Bei zwei Olympiateilnahmen 2004 und 2008 ging sie aber leer aus.
Die gebürtige Stuttgarterin Anna von Harnier kam beim SV Böblingen mit acht Jahren zum Judo, nachdem sie in Schul-AGs sich im Hockey, Turnen und Fechten erprobt hatte. Am meisten Spaß fand sie beim Judo, zunächst bei Trainer Gernot Rohm. Seit 1995 trainierte Anna von Harnier am nahe ihrem Wohnsitz liegenden Olympiastützpunkt Sindelfingen bei Wolf-Rüdiger Schulz, weshalb sie sich nie entscheiden musste, "auf ein Sportinternat zu gehen" (www.olympia.judobund.de). Sie feierte 1997 als ...
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