
| Geburtstag: | 19. Juni 1930 Bonn |
| Klassifikation: | Filmregisseur, Dokumentarfilmer |
| Nation: | Deutschland - Bundesrepublik |
Internationales Biographisches Archiv 36/2010 vom
Klaus Wildenhahn wurde am 19. Juni 1930 in Bonn als einziges Kind eines kaufmännischen Direktors einer Möbelfabrik und einer Krankenschwester geboren. Der Vater verließ die Familie noch vor Kriegsende.
W. besuchte das Zinzendorf-Pädagogium in Niesky/Schlesien und das Arndt-Gymnasium in Berlin. Nach dem Abitur 1949 studierte er an der Freien Universität Berlin bis 1954 Soziologie und Publizistik (ohne Abschluss). Ein Jahr lang studierte W. Politische Wissenschaften an der Colgate-University, Hamilton/USA.
W. gilt als der "Altmeister des Dokumentarfilms" (www.dradio.de und trug entscheidend dazu bei, das amerikanische Direct Cinema, das er vom Dokumentarfilmer Richard Leacock kennengelernt hatte, in Deutschland bekannt zu machen. Diese Methode der direkten Dokumentation wurde technisch durch neue Kameras mit synchronem Ton ermöglicht, die mehr Beweglichkeit beim Drehen zuließen und damit auch eine "intellektuelle und ästhetische Beweglichkeit" (FAZ, 17.6.2010) mit sich brachten. Als typisch für W.s Stil galt außerdem sein weitgehender Verzicht auf Stilisierung, Inszenierung und Kommentar. Inhaltlich zeigten seine Filme eine große Spannweite - neben der Arbeitswelt thematisierte er Musik, porträtierte Städte und Regisseure. W. s Werk, ...
