Konrad Rufus Müller wurde am 22. März 1940, einem Karfreitag, in Berlin geboren. Die Familie seiner Mutter stammte aus Thüringen und war um 1900 nach Berlin-Schöneberg gekommen. Der Religionslehrer der Mutter war Clemens August Graf von Galen, der spätere Bischof von Münster und Kritiker des Naziregimes. M.s Vater arbeitete als Tuchhändler in einem jüdischen Geschäft in der Leipziger Straße. Die ersten drei Kriegssommer verbrachte die Familie im Seebad Ahlbeck auf Usedom. Mit drei Jahren bekam M. Bronchialasthma und wurde in den Thüringer Wald verschickt; seine Mutter und sein älterer Bruder wurden ausgebombt und bis 1945 ebenfalls evakuiert. Nach der Befreiung Thüringens durch die Amerikaner und der Besetzung durch die Russen ging die Familie zurück nach Berlin und lebte einige Jahre in dem früheren stark beschädigten Haus, dem eine ganze Wand fehlte. M. war Ministrant der Redemptoristengemeinde St. Alfons und Gründungsmitglied einer Jugendgruppe der Berliner Jesuiten; bei den Patres lernte er nach eigenen Aussagen viel für sein späteres Leben, so z. B. Erkenntnisse über die Gräueltaten der Nazis, von denen in der ...
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